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Biografische Anamnese

Beispiel Familienanamnese – KJP 13 J. Junge

Biografische Anamnese im KJP-Setting mit Familienhintergrund, Entwicklung, Schule und psychischer Belastung eines 13-jährigen Jungen.

Beispiel Familienanamnese – KJP 13 J. Junge

Biografische Anamnese

Familienhintergrund

  • Eltern: Die Mutter sei 39 Jahre alt, der Vater sei 42 Jahre alt; Trennung seit zwei Jahren, im Guten.
  • Wohnsituation: Die Mutter, Jonas und eine Katze lebten im gemeinsamen Haushalt; der Vater lebe getrennt und besuche Jonas jedes zweite Wochenende.
  • Geschwister: Jonas sei Einzelkind, er habe keine Geschwister.
  • Beziehung zu den Eltern: Die Beziehung zu der Mutter sei „okay“, es gäbe häufige Streitigkeiten; die Beziehung zu dem Vater sei eher ruhig, mit kurzen Aufenthalten.
  • Erziehungsstil: Die Mutter beschreibt sich als eher kontrollierend aus Sorge; der Vater versuche, ruhig zu bleiben und Abstand zu lassen.
  • Familiäre Ressourcen: Es gebe ein gutes Verhältnis zu den Großeltern, die unterstützten; die Eltern redeten viel über Jonas und versuchten, Probleme gemeinsam zu lösen.
  • Familiäre Vorgeschichte: Die Mutter habe depressive Episoden gehabt, die nie offiziell behandelt worden seien; die Schwester der Mutter leide an Angststörungen.

Frühkindliche Entwicklung

  • Schwangerschaft: Es gäbe keine Besonderheiten, die Schwangerschaft sei unauffällig gewesen.
  • Meilensteine: Alle frühen Entwicklungsschritte (Sitzen, Laufen, Sprechen) seien normal erreicht worden.
  • Krankheiten/Krankenhausaufenthalte: Es gäbe keine.
  • Kindergartenzeit: Jonas sei eher still gewesen, er habe wenig mit anderen gespielt; es gäbe keine sozialen Schwierigkeiten.

Schulischer Werdegang

  • Übergang Grundschule: Anfangs sei alles okay gewesen, es gäbe einige Freunde, bei neuen Kindern sei Jonas zurückhaltend.
  • Schulische Leistungen: Die Noten seien schlechter geworden, ein Rückzug wurde beobachtet.
  • Belastungen: Ein Klassenkamerad habe ein Video von Jonas gemacht und verbreitet; Jonas habe sich geschämt und wolle nicht, dass jemand mit ihm rede.
  • Körperliche Symptome bei Stress/Angst: Es gäbe Bauchschmerzen am Morgen, gelegentlich Kopfschmerzen.
  • Fehlende frühere Therapien/Diagnosen: keine.

Soziales Umfeld

  • Freundeskreis: Es gäbe wenige Freunde.
  • Freizeitaktivitäten: Computerspiele, Fernsehen; früher Fußball, aktuell selten.
  • Sicherheit: Bei der Oma fühle er sich sicher und könne tun, was er wolle.
  • Soziale Schwierigkeiten: Er sei zurückhaltend im Kindergarten, zurückgezogen in der Schule gewesen.

Psychische Belastungen und Symptome

  • Emotionale Reaktion: Scham nach dem Video-Vorfall, Rückzug, häufiges Stressgefühl.
  • Körperliche Beschwerden: Bauchschmerzen, Kopfschmerzen.
  • Stimmung: Oft sei er gestresst, manchmal okay.
  • Traumatische Ereignisse: Es gäbe keine schweren Krankheiten, Verluste oder Unfälle.

Familiäre Vorgeschichte, Ressourcen und Erziehungsstil

  • Mutter: Die Mutter habe depressive Episoden gehabt, die nicht behandelt worden seien.
  • Verwandte: Die Schwester der Mutter leide an Angststörungen.
  • Weitere psychische Auffälligkeiten: keine weiteren Angaben.
  • Ressourcen: Es gäbe Unterstützung durch die Großeltern, eine sichere Umgebung bei der Oma, offene elterliche Kommunikation über Jonas.
  • Erziehungsstil: Die Mutter sei kontrollierend aus Sorge, der Vater versuche, ruhige Distanz zu halten; beide bemühten sich um gemeinsame Problemlösung.