Interaktionsverhalten
Detaillierte Schilderung des Ereignisses, aktive Mitarbeit bei der Evidenzprüfung, Akzeptanz von kognitiven und verhaltensorientierten Vorschlägen, Formulierung von konkreten Handlungsplänen, Ausdruck von Respekt gegenüber der Angst, Bereitschaft zur Durchführung der Exposition, Festlegung von Dokumentationsschritten.
Einschätzung der Suizidalität
Kein Hinweis auf Eigen- oder Fremdgefährdung.
Psychopathologischer Befund
Der Patient ist wach, orientiert in Zeit, Ort und Person, zeigt intakte Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung, der Denkprozess ist logisch und zielgerichtet, formales Denken ohne Denkstörungen, inhaltlich dominieren katastrophisierende Gesundheitsängste, keine Halluzinationen oder Wahnideen, Ich-Störungen nicht erkennbar, Affekt geprägt von intensiver Angst, später von entschlossener Motivation, Antrieb und Psychomotorik altersentsprechend, vegetativ-somatische Symptome: Schwindel, Herzrasen, kein Hinweis auf Ohnmacht, kein suizidales Denken.
Absprachen
- Durchführung einer Exposition im Bus, Sitzen bis mindestens Station 6.
- Verzicht auf Sicherheitsverhalten (Puls messen, Notausgang fixieren).
- Protokollierung von Angstintensität zu Beginn, Peak und Ende der Exposition.
- Mitbringen des Protokolls zur nächsten Sitzung.
Planung der nächsten Sitzung
Besprechung der Expositionsdaten, Bewertung der Angstreduktion, gegebenenfalls Anpassung der Expositionshierarchie und Verstärkung der kognitiven Umstrukturierung.